Hunger

Weltweit sind zurzeit 146 Millionen Kinder unterernährt

Immer wenn die Medien über eine Hungersnot berichten ist das Thema Hunger kurzzeitig in aller Munde, dann rückt es leider wieder in den Hintergrund. Dabei ist Hunger kein temporäres Problem, sondern Ergebnis einer Spirale, die durch neue Strukturen der globalen Wirtschaft noch mehr Kleinkinder in ihren Sog zieht.

Direkte Hilfe für Kleinkinder

Starthelfer, das neue Hilfsprogramm von World Vision unterstützt dankt ihrer Spenden direkt Kleinkinder in Krisengebieten. Wie schnell man durch gezielte Zusatznahrung und Vitamine Erfolge erzielen kann, lesen sie in unserem Erfahrungsbericht aus Somalia.

75% des Einkommens muss für Nahrungsmittel ausgegeben werden

Der Europäer gibt durchschnittlich 15% seines Einkommens für Nahrungsmittel aus. In Afrika, Asien oder Lateinamerika müssen die Menschen bis zu 75% ihres Einkommens für das tägliche Brot ausgeben. Dies führt zu einer Ausweitung der Ernährungskrise auf die Mittelschichten. Deshalb brauchen immer mehr Kinder und Familien jetzt direkte Unterstützung.


Weltweit sind zurzeit 146 Millionen Kinder unterernährt

Fehlende Nahrungsmittel - eine globale Krise die meist Kleinkinder trifft

Die Kosten für die Ernährung steigen rapide an. Überall auf der Welt sind Menschen betroffen, aber am schlimmsten trifft es immer die Ärmsten und die Kleinen. Die Gründe, die die Situation verschärften, sind vielfältig, ob veränderte klimatische Bedingungen, die erhöhte Nachfrage nach Biokraftstoffen oder die explodierenden Preise für Düngemittel um nur einige zu nennen.

Ca. 923 Millionen Menschen galten 2007 als unterernährt! (Quelle: United Nation FOA). Allein im letzten Jahr ist diese Zahl um 75 Millionen Menschen gestiegen, und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Am größten ist die Ernährungsproblematik bei Kindern nicht etwa in Afrika, sondern in Asien. Dort sind 46 Prozent aller Kinder untergewichtig. In den afrikanischen Ländern, südlich der Saharah sind es 28 Prozent. Am stärksten betroffen sind die ländlichen Regionen, in denen leider fast doppelt so viel untergewichtige Kinder leben, wie in den Städten.

73 Millionen untergewichtige Kinder in nur drei Ländern

Etwa die Hälfte – 73 Millionen – aller untergewichtigen Kinder der Welt lebt in nur 3 Ländern: Bangladesch, Indien und Pakistan. In diesen Regionen verstärken sich die Faktoren chronischer Nahrungsmangel, unhygienische Lebensbedingungen und die Diskriminierung von Mädchen und Frauen gegenseitig.

Erste Fortschritte konnten in Afrika aufgrund von Gesundheitsdiensten und gezielter Ernährungsförderung erreicht werden. Trotzdem bleibt in dem regelmäßig von Hungersnöten und Nahrungsknappheit betroffenen Ländern im östlichen und südlichen Afrika die Lage schwierig.

Nahrungsmittelhilfe allein reicht nicht aus um die Ernährungssituation der Kinder zu verbessern. Die Ursachen liegen nicht nur im Fehlen von Nahrung, sondern in dem Zusammentreffen von vielen verstärkenden Faktoren, wie Armut, unhygienische Lebensverhältnisse, mangelnde Bildung und Benachteiligung. Zusätzlich treffen Krankheiten wie Malaria, Durchfall und AIDS die Kleinen besonders hart. Alleine die AIDS Epidemie reist Millionen von Familien in den Abgrund von Armut und sozialer Verachtung und lässt am Ende des Tages viele Kinder allein und schutzlos zurück. Deshalb versucht World Vision ein umfangreiches Programm aufzubauen, das eine gesunde Ernährung und medizinische Versorgung von Anfang an sicherstellt. Frauen werden schon während der Schwangerschaft betreut und über ausgewogene Ernährung aufgeklärt. Denn „einfach satt“ zu sein, ist für Kleinkinder zu wenig.

Versorgung mit Sattmachern reicht nicht

Die Versorgung mit einfachen „Sattmachern“ wie Getreide, Knollen und Wurzelfrüchten führt zu einer Mangelernährung, da besonders die energie- und nährstoffreiche Nahrung wie Milchprodukte, Eier, Fleisch und Gemüse fehlt. So wachsen die Kleinen mit Entwicklungsdefiziten auf, die zu Krankheiten führen und für deren Behandlungen den Familien wiederum das nötige Geld fehlt.

Helfen Sie mit diesen Teufelskreis zu unterbrechen und unterstützen Sie die World Vision Aktion „Gib den Kleinen mehr Gewicht – blog mit!“ Denn die Ernährung entscheidet maßgeblich, ob ein Kind überlebt, erfolgreich lernen und so einmal der Armut entkommen kann.



Direkte Hilfe für Kleinkinder

Ein Beispiel: Starthelferprojekt in Somalia

Somalia leidet wie viele andere Länder auch unter der weltweiten Nahrungsmittelkrise. Nach einer Dürre im vergangenen Jahr kam es erneut zu schweren Ernteausfällen. Zudem ist die politische Situation des Landes noch immer instabil. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen sind dort im vergangenen Jahr Hunderttausende Menschen aus der Hauptstadt Mogadischu geflohen und viele harren in Flüchtlingscamps aus. Im ganzen Land wird Nahrung immer knapper, doch ganz besonders dramatisch ist die Lage unter den Flüchtlingen und deren Kindern

Mangel- und Unterernährung bekämpfen

Unter dem Elend leiden vor allem die Kinder, von denen viele inzwischen unterernährt sind. World Vision hat daher das neue Hilfsprogramm „Starthelfer“ ins Leben gerufen, bei dem vor allem Kleinkinder im Alter bis zu fünf Jahren mit spezieller Zusatznahrung versorgt werden. Eine Mangel- oder Unterernährung hat in diesem Lebensabschnitt besonders schlimme Folgen, da sich etwa das Gehirn und das Immunsystem nicht ausreichend entwickeln können. Diese Defizite können später auch bei ausreichender Ernährung nicht mehr vollständig ausgeglichen werden, sodass die Kinder oft ein Leben lang unter den Folgen einer Krisenzeit zu leiden haben.

Schon nach zwei Wochen sind Besserungen sichtbar



Die unterernährten Kinder, die jetzt in der somalischen Region um Bay von World Vision versorgt werden, erhalten spezielle protein- und vitaminreiche Aufbaunahrung. „Die Ernährungsumstellung schlägt sehr schnell an, und die Kinder sind bereits nach zwei Wochen kaum wiederzuerkennen“, berichtet die deutsche World Vision-Mitarbeiterin Rebekka Bernholt aus Somalia. Das Programm soll jetzt so schnell wie möglich ausgeweitet werden, doch dafür ist World Vision noch dringend auf Spenden angewiesen. Mit nur 60 Euro kann ein unterernährtes Kind über sechs Wochen mit spezieller Aufbaukost versorgt werden. Mit nur 9 Euro im Monat können Sie dieses Projekte als Starhelfer unterstützen.

World Vision in Somalia – kurze Historie

World Vision ist seit 1992 in Somalia tätig und hat dort – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt – schon zahlreiche Hilfsmaßnahmen durchgeführt. Auch derzeit tun Mitarbeiter vor Ort alles dafür, die schlimmste Not zu lindern, doch die jüngste Entwicklung der Krise stellt alle Hilfsorganisationen vor riesige Herausforderungen.



75% des Einkommens muss für Nahrungsmittel ausgegeben werden

Die Welternährungskrise greift auf die Mittelschicht über Welthunger wird nicht mehr nur durch Dürren oder Naturkatastrophen geprägt, vielmehr ist der Paradigmenwechsel der Weltwirtschaft eine der Hauptursachen, dass immer mehr Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas an Unter- und Mangelernährung leiden. Seit mehreren Jahren steigen die Preise für Weizen, Reis und Mais dramatisch. Die Gründe sind vielfältig aber hauptsächlich Börsenspekulation mit Nahrungsmittelrohstoffen und die extrem hohe Nachfrage nach Biotreibstoffen aus Agrarprodukten.

Weizen 180% teuerer!

Die Preisspirale bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln führt dazu, das ein Afrika, Asien und Lateinamerika die Menschen schon 75% ihres Einkommens für Nahrung ausgeben müssen. Von den 920 Millionen Menschen die weltweit Hunger leiden gehören immer mehr der Mittelschicht an. „Teller oder Tank“ diesen provokanten Ausspruch hört man immer mehr wenn es um Mais und Rohstoffpreise geht. Aufgrund den strengen Wirtschaftsabkommen, innerstaatlichen Subventionen und Finanzspekulationen heißt es in den letzten Jahren immer mehr „Tank“, damit lassen sich bessere Profite erzielen und gleichzeitig agiert man ja ökologisch bewusst. Das dabei viele Menschen und vor Kinder in die Armut getrieben werden wird leider vergessen oder ignoriert.

920 Millionen Menschen hungern

Leider sind aber die steigenden Lebensmittelpreise nicht der einzige Grund für den Hunger in der Welt. Zusammen mit Missernten, Klimaveränderungen, rapidem Bevölkerungswachstum, der steigenden Fleischnachfrage, falschen Subventionen und Rohstoffspekulation bilden sie ein tödliches Geflecht, dem immer mehr Kinder zum Opfer fallen.

Schaffen wir es wirklich die Zahl der Hungern bis 2015 zu halbieren, wie es die UN in der Millenniumserklärung festgemacht hat?

Wie kann ich mitmachen?

Bei der Aktion mitmachen
Schreiben Sie einen Blogeintrag
Mitmachen
 

Die Aktion bekanntmachen
Beiträge schreiben, kommentieren, Flyer verteilen, Freunde informieren
Bekanntmachen

Banner, Grafiken, Texte & Flyer
Nutzen Sie die Downloads: Grafiken, Banner und Texte zur Aktion
Mitmachen

Weiterempfehlen
Ihr Wort zählt! Erzählen Sie von der Aktion
Weitersagen
 

Finanzielle Unterstützung
Ab nur 9€ im Monat mehr Gewicht geben und einen guten Start ins Leben ermöglichen
Mithelfen